B1 Feuer klein - Unklare Rauchentwicklung im Freien wird zu B3 Gebäude
Beschreibung
Wohnhausbrand in der Hebelstraße fordert ein Menschenleben
In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde die Freiwillige Feuerwehr Haßmersheim um 0:40 Uhr mit dem Alarmstichwort B1 – Kleinbrand innerorts in die Hebelstraße
alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte zunächst kein offenes Feuer festgestellt werden, jedoch war deutlicher Brandgeruch wahrnehmbar. Aufmerksame Nachbarn bemerkten schließlich den Brand im Gebäude und führten die Feuerwehr zur eigentlichen Einsatzstelle.
Aufgrund der vorgefundenen Lage musste der Einsatzleiter Thorsten Beck das Alarmstichwort umgehend auf B3 – ausgedehnter Zimmerbrand mit drohendem Übergreifen auf den Dachstuhl erhöhen. Unverzüglich wurde die Brandbekämpfung im Innen- und Außenangriff unter schwerem Atemschutz eingeleitet. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl und die Dacheindeckung verhindert werden. Die Drehleiter der Feuerwehr Haßmersheim stand während des Einsatzes in Anleiterbereitschaft und sorgte gleichzeitig für die Ausleuchtung der Einsatzstelle.
Eine Person – ein älterer Mann – konnte von der Feuerwehr unverletzt aus dem Gebäude ins Freie begleitet werden. Für einen 60-jährigen Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er verstarb infolge einer Rauchgasintoxikation sowie schwerster Brandverletzungen.
Vor Ort verschafften sich auch Bürgermeister Christian Ernst sowie Feuerwehrkommandant Oliver Frey ein Bild der Einsatzlage.
Neben der Feuerwehr Haßmersheim waren die Feuerwehren Hüffenhardt, Obrigheim, Mosbach-Neckarelz sowie die Werkfeuerwehr MOTIP DUPLI in Summe mit 70 Einsatzkräften im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug, dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (ORGL) sowie der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) vor Ort. Eine Betreuung der betroffenen Angehörigen sowie der Einsatzkräfte wurde noch an der Einsatzstelle angeboten.
Das Wohngebäude ist infolge des Brandes derzeit unbewohnbar. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt. Die Brandursache ist derzeit noch unklar und Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.
Die Freiwillige Feuerwehr Haßmersheim bedankt sich ausdrücklich bei den aufmerksamen Nachbarn für ihre Unterstützung sowie für die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken während des Einsatzes. Diese Hilfsbereitschaft und Anteilnahme verdienen besondere Anerkennung. Desweitern geht ein Dank der Gemeindeverwaltung an die umliegenden Wehren die uns tatkräftig mit Mannschaft und Gerät zur Seite standen.
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